TULLN. Der Bahnhof „Tulln Stadt“ ist seit Wochen für Gehbehinderte, Rollstuhlfahrer und Mütter mit Kinderwagen von der Unterführung Frauentorgasse in die Franz-Josef-Straße nicht, oder nur mit Einschränkungen zugänglich. Die Tullnerin Renate N. nahm sich einer älteren Dame an und half ihr mehrfach mit ihrem Rollstuhl die unüberwindbare Hürde zu bewerkstelligen (siehe Artikel). Als ihr Stadtrat Ludwig Buchinger von der Bürgerliste TOP über den Weg lief, wandte sie sich an diesen um Hilfe. Er versprach ihr, die Sache an den zuständigen Stellen vorzubringen.

Massive Schäden

Seitens der ÖBB erfolgte nun eine Stellungnahme gegenüber noeblick. Man habe leider „massive Vandalismus-Schäden“ feststellen müssen, „und zwar in einem Ausmaß, dass eine Reparatur durch ÖBB-Mitarbeiter nicht mehr möglich war“. Es musste daher ein einschlägiges Unternehmen mit der Reparatur beauftragt werden. „Diese Firma hat uns mitgeteilt, dass nächste Woche die erforderlichen Ersatzteile zur Verfügung stehen werden und somit der Einbau durchgeführt“, so der zuständige Pressesprecher der ÖBB gegenüber noeblick. Er gehe davon aus, „dass wir den Aufzug Anfang Dezember unseren Kundinnen und Kunden wieder zur Verfügung stellen können“.

„Regelmäßig und vorsätzlich zerstört“

Ein Tullner, der den Aufzug bis vor dessen Ausfall täglich benutzt hat, meldete sich aufgrund des Artikels bei noeblick und erzählte, dass „der Innenraum des Lifts von Woche zu Woche mehr beschädigt wurde.“ Mutwillig seien Blech und andere Metallteile mit harten Gegenständen, möglicherweise mit Schraubenzieher, „aufgetrieben worden, bis die Türen beim Öffnen scheuerten“. Außerdem sei die Liftkabine stetig durch verschüttete Getränkereste, Speiseeis und Papierln oder Getränkeflaschen „versaut“ worden. „Ich verstehe Menschen nicht, die so etwas machen! Das ist nicht lustig, kostet nur Geld und ist einfach nicht nötig“, ärgert sich der Tullner. Die einzigen, die sich über die Akt der Zerstörung freuen, sind Firmen, die Reparaturaufträge erhalten.

Kamera im Lift

Wie jetzt durch einen Zeugen bekannt wurde, soll der Lift sogar mit einer Kamera ausgestattet sein. Ob diese allerdings nur eine Attrappe oder „scharf“ ist, ist derzeit unbekannt. Die Täter hat die Gefahr einer Überwachung wohl nicht irritiert. Vielleicht kannten sie auch das „Geheimnis“ der Kamera. Fortsetzung folgt.

noeblick / werner pelz / mobil: 0676 700 11 75 / we.pe@gmx.at / 23.11.2017, 15:30 uhr 

http://www.noeblick.wordpress.com

 

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